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Crowdfunding · BE

Spendenaufruf schreiben: Beispiele und Tipps

Ein guter Spendenaufruf sagt in den ersten Sätzen, wer du bist, wofür du sammelst und warum gerade jetzt. Danach erklärt er, was mit dem Geld passiert, und endet mit einer klaren Bitte. Unten findest du einen Aufbau, Beispieltitel und drei Mustertexte zum Anpassen.

So ist ein starker Kampagnentext aufgebaut

Ein Kampagnentext muss nicht lang sein, aber vollständig. Diese Reihenfolge passt für fast jede Aktion:

  1. Ein Titel, der sagt, wer und was, etwa „Neue Trikots für die Jugend von [Vereinsname]“.
  2. Ein kurzer Satz unter dem Titel mit dem Wichtigsten: was du erreichen willst und bis wann.
  3. Die Geschichte: wer du bist, was los ist und warum es jetzt nötig ist.
  4. Das Budget: wohin das Geld fließt, aufgeteilt in ein paar Posten.
  5. Was du tust, wenn mehr oder weniger zusammenkommt.
  6. Eine klare Bitte und ein Dank.

Ein Titel, der sofort klar ist

Der Titel ist das Erste, was Menschen sehen, wenn dein Link in einem Gruppenchat auftaucht. Nenn darin die Person, den Verein oder das Projekt und das Ziel. Vermeide vage Wörter wie „Hilfe“ ohne Zusammenhang. Ein paar Beispiele zum Anpassen:

  • Neue Trikots für die U11 von [Vereinsname]
  • Hilf [Name], nach dem Brand wieder ein Zuhause zu finden
  • Unser erstes Album: zehn Songs im Studio aufnehmen
  • Ein angepasstes Fahrrad für [Name]
  • Ein Spielplatz für die [Straßenname]: Bauen wir ihn gemeinsam fertig

Mustertext für einen Verein

„Unsere U11 spielt in dieser Saison zum ersten Mal in einer eigenen Liga, aber die Trikots sind abgetragen und zu klein. Mit 1.200 € kaufen wir neue Trikots und Trainingsjacken für alle vierzehn Spieler, inklusive Beflockung. Der Verein zahlt die Hälfte, den Rest sammeln wir gemeinsam. Kommt mehr zusammen, kaufen wir davon neue Bälle für die ganze Jugend. Jeder Beitrag hilft, und dein Name erscheint auf unserer Unterstützerwand. Danke im Namen des ganzen Teams!“

Warum das funktioniert: Das Ziel ist konkret, der Betrag begründet, der Verein zeigt, dass er selbst beiträgt, und es gibt einen Plan für den Überschuss.

Weiterlesen: Spenden sammeln für den Verein: online und unkompliziert

Mustertext für ein persönliches Anliegen

„Letzten Monat hat ein Brand das Haus unserer Nachbarn Ahmed und Lisa und ihrer beiden Kinder schwer beschädigt. Zum Glück sind alle unverletzt, aber vieles ist verloren, und die Versicherung zahlt längst nicht alles. Mit dieser Aktion wollen wir 5.000 € für einen Neuanfang sammeln: Betten, einen Tisch und Kleidung für die Kinder. Ich bin ihre Nachbarin und verwalte diese Aktion. Das Geld überweise ich direkt an Ahmed und Lisa, und mit Neuigkeiten zeige ich, wofür es verwendet wird. Schon jetzt ganz herzlichen Dank.“

Warum das funktioniert: Die Verfasserin sagt, wer sie ist, in welcher Beziehung sie zur Familie steht und wie das Geld ankommt. Das schafft Vertrauen.

Weiterlesen: Spenden sammeln für einen guten Zweck oder einen Menschen

Mustertext für ein kreatives Projekt

„Nach drei Jahren mit Auftritten in Kneipen und auf Festivals nehmen wir endlich unser erstes Album auf. Zehn Songs sind fertig, und ein Studio gibt uns im März vier Tage Zeit. Für Studiomiete, Mischung und Mastering brauchen wir 3.500 €. Dankeschöns gibt es keine: Wer spendet, macht das Album möglich und verfolgt in unseren Neuigkeiten, wie es entsteht, von der ersten Aufnahme bis zur Veröffentlichung. Kommt mehr zusammen, drehen wir zusätzlich ein Musikvideo.“

Warum das funktioniert: Es gibt einen konkreten Zeitplan, einen aufgeschlüsselten Betrag und eine ehrliche Erklärung, dass es keine Dankeschöns gibt.

Weiterlesen: Crowdfunding für Creator: dein eigenes Projekt finanzieren

Neuigkeiten schreiben, die gelesen werden

Eine Neuigkeit ist kurz und handelt von etwas, das wirklich passiert ist: ein Kauf, ein Meilenstein, ein Foto vom Ergebnis. Beginne mit der Nachricht, danke deinen Unterstützern und ende mit dem, was als Nächstes kommt. Zum Beispiel: „Wir sind bei 60 %! Dank 48 Unterstützern sind die Trikots bestellt. Noch zehn Tage, um auch die Trainingsjacken zu finanzieren.“

Poste nicht nur um des Postens willen. Lieber einmal pro Woche etwas Echtes als jeden Tag eine Wiederholung. Linky stupst dich an, wenn du eine Woche nichts von dir hast hören lassen.

Was Spender abschreckt

Diese Dinge lassen Menschen zögern, auch wenn dein Anliegen gut ist:

  • Kein Betrag oder keine Erklärung, wofür das Geld ist.
  • Ein Text voller Großbuchstaben, Ausrufezeichen oder Emojis.
  • Unklar, wer die Aktion verwaltet und wohin das Geld geht.
  • Versprechen, die du nicht halten kannst.

Das steckt in deiner Kampagne

Eine Kampagne auf DonoLink ist eine eigene Seite mit Titel, einem kurzen Satz, der sofort sagt, worum es geht, einem Spendenziel und einem Enddatum. Oben steht ein Titelfoto oder ein YouTube-Video, darunter folgen deine Geschichte und eine Galerie mit bis zu sechs Fotos. Du wählst eine Akzentfarbe und die Beträge, die du Spendern vorschlägst. Besucher sehen auf einen Blick, wie viel schon zusammengekommen ist, welcher Anteil des Ziels das ist, wie viele Menschen bereits gespendet haben und wie viele Tage noch bleiben.

Unterwegs veröffentlichst du Neuigkeiten mit Titel, Text und optional einem Foto, damit alle sehen, was mit dem Geld passiert. Auf der Unterstützerwand stehen alle, die gespendet haben, mit Namen oder als „Anonym“ und mit ihrer Nachricht. Du entscheidest, ob Beträge sichtbar sind und ob anonyme Spenden erlaubt sind. Teilen kannst du per WhatsApp, mit einem Link zum Kopieren oder mit einem QR-Code für Plakat oder Flyer. Alle deine Kampagnen stehen gemeinsam auf deiner Profilseite.

Keep-it-all: Jede Spende kommt an

Bei DonoLink kommt jede erfolgreiche Spende an, auch wenn du dein Ziel nicht erreichst. Nach dem Enddatum nimmt die Kampagne keine neuen Spenden mehr an, die Seite bleibt aber online, damit alle sehen können, was ihr gemeinsam geschafft habt. Die Auszahlung läuft über dein eigenes verbundenes Stripe-Konto; Stripe bittet dich dabei, deine Identität zu bestätigen.

Es geht immer um spendenbasiertes Crowdfunding. Spender erhalten keine Rendite, keine Anteile und keine Rückzahlung, und es gibt keine Dankeschöns oder Gegenleistungen. Wer gibt, unterstützt einfach dein Anliegen.

Linky hilft dir beim Start

Bei der Anmeldung fragt dich Linky, das Maskottchen von DonoLink, was du vorhast und für wen du sammelst. Danach richtet ihr gemeinsam deine erste Kampagne mit Titel, Spendenziel und Enddatum ein. Während der Aktion meldet sich Linky bei Meilensteinen, etwa bei deiner ersten Spende oder bei der Hälfte des Ziels, und stupst dich an, wenn du eine Woche lang keine Neuigkeit gepostet hast. So ist Crowdfunding auch dann einfach, wenn du noch nie eine Spendenaktion organisiert hast.

Zahlung und Gebühren in deinem Land

Sammelst du in Belgien, nutzt du donolink.be, auf Niederländisch oder auf Französisch unter /fr. Deine Spender zahlen mit Bancontact und, je nachdem welche Methoden du aktivierst, auch mit Karte, Apple Pay oder Google Pay. DonoLink behält 3,5 % pro Spende ein, Stripe berechnet für Bancontact zusätzlich 0,35 € pro Zahlung. Von einer Spende über 25 € per Bancontact bleiben dir rund 23,77 €. Es gibt kein Abo, und DonoLink bittet deine Spender nie um Trinkgeld.

Häufige Fragen

Wie lang sollte ein Spendenaufruf sein?

Lang genug, um die vier Kernfragen zu beantworten: wer, was, warum jetzt und was mit dem Geld passiert. Für die meisten Aktionen reichen ein paar kurze Absätze. Stell das Wichtigste an den Anfang, denn viele lesen auf dem Handy.

Was gehört in den Titel einer Spendenaktion?

Die Person, der Verein oder das Projekt und das Ziel, zum Beispiel „Neue Trikots für die U11 von [Vereinsname]“. Ein Titel ohne Ziel, etwa nur „Hilfe!“, sagt zu wenig.

Darf ich um einen bestimmten Betrag bitten?

Ja, und das hilft sogar. Mit vorgeschlagenen Beträgen in deiner Kampagne fällt Spendern die Wahl leichter, und sie können trotzdem einen eigenen Betrag eingeben.

Wie bedanke ich mich bei Spendern?

Auf der Unterstützerwand sieht jeder, wer beigetragen hat. Bedank dich außerdem in deinen Neuigkeiten und, wenn möglich, persönlich. Eine letzte Neuigkeit mit dem Ergebnis ist der schönste Abschluss.

Was kostet Crowdfunding mit DonoLink?

Konto und Kampagne sind kostenlos. DonoLink behält 3,5 % pro Spende ein. Stripe berechnet zusätzlich Transaktionsgebühren, die von der Zahlungsmethode abhängen; die Details für dein Land stehen auf dieser Seite. Es gibt kein Abo, und DonoLink bittet deine Spender nie um Trinkgeld.

Bekomme ich das Geld, wenn ich mein Ziel nicht erreiche?

Ja. Jede erfolgreiche Spende kommt an, egal ob du dein Ziel erreichst oder nicht. Nach dem Enddatum sind keine Spenden mehr möglich, und die Seite bleibt sichtbar.

Kann ich Dankeschöns oder eine Rendite anbieten?

Nein. DonoLink ist nur für spendenbasiertes Crowdfunding gedacht: keine Dankeschöns, keine Vorbestellungen und keine Rendite. Spender geben freiwillig und ohne Gegenleistung.

Brauchen Spender ein Konto?

Nein. Sie öffnen den Link deiner Kampagne, wählen einen Betrag und zahlen. Sie können einen Namen und eine Nachricht für die Unterstützerwand hinterlassen oder anonym spenden, wenn du das erlaubst.